Wintereinbruch im Hunsrück
Erst Nudeln, dann Flocken
Gestern stand der Geburtstag vom Vater meiner Partnerin im Hunsrück an. Wie immer gab es zuerst ein umfangreiches Mittagessen: selbstgemachte Nudeln, dazu verschiedene Fleisch- und Gemüsesorten und ganz viel Salat. Es war reichlich, verdammt lecker und am Ende waren alle glücklich satt.
Wir haben uns angeregt unterhalten und später in verschiedenen Gruppen Spiele gespielt. Am späten Nachmittag unterhielten sich meine Freundin mit ihrem Bruder draußen vor dem Haus. Sie bemerkte die ersten Flocken, aber da es nur wenige waren, war es erst mal kein Thema.
Das änderte sich schlagartig, als ihr Bruder kurz darauf erwähnte, dass die Straßen langsam „anziehen“ und es glatt wird. Da haben wir uns dann doch recht fix für den Aufbruch entschieden und sind aufgrund des plötzlichen Wintereinbruchs zügig losfahren.
Schneegestöber und die Fahrt nach Koblenz
Die Rückfahrt war ein Kontrastprogramm zur Wärme im Haus. Auf dem Auto lag bereits eine dünne Schneeschicht, und die Sicht war durch den starken Schneefall extrem eingeschränkt.

Während meine Partnerin verständlicherweise etwas angespannt war und sich sogar entschuldigte, dass wir nicht schon früher losgefahren sind, sah ich die Sache eher pragmatisch. Den Schneefall konnte niemand vorhersehen, und wir hatten bis dahin eine gute Zeit beim Spielen – es gab also keinen Grund, früher aufzubrechen.
In solchen Momenten hilft mir meine ruhige Art: Es bringt nichts, sich über den Zeitpunkt zu ärgern, sondern es zählt nur, sicher nach Hause zu kommen. Wichtig war, vorsichtig auf die wechselnden Fahrbahnverhältnisse zu reagieren und auf der Landstraße den Fahrbahnverlauf nicht aus den Augen zu verlieren.
Vorsorge an der Zapfsäule
Bevor wir auf die Autobahn sind, haben wir noch kurz einen Tankstopp eingelegt. Sicher ist sicher. Wenn man bei so einem Wetter in einen Stau gerät und stundenlang in der Kälte steht, will ich ausreichend Sprit für die Heizung im Tank haben. Kein Pessimismus, sondern reine Vorsorge, damit man solche Alltagsszenen souverän im Griff hat.
Auf der Autobahn wurde es dann ein wenig entspannter, was vor allem an der Beleuchtung der anderen Fahrzeuge lag, auch wenn manche Fahrer für die Verhältnisse echt unvernünftig schnell an uns vorbeigeschossen sind.
Erst kurz vor Koblenz wurde aus dem Schnee dann Schneeregen, was die Sache deutlich einfacher gemacht hat.
Der Tagesabschluss
Zuhause angekommen, war ich durch die Konzentration am Steuer recht müde, was nach so einem Tag auch normal ist. Er hat wieder einmal gezeigt, dass man eben nicht alles planen kann und das Leben manchmal spontan die Richtung wechselt. Das Wetter hat die Regeln gemacht und wir haben uns angepasst.
Am Ende war der Wintereinbruch einfach nur der Abschluss einer schönen Geburtstagsfeier, mit der Erkenntnis, flexibel zu bleiben.




