Frühlingsanfang 2026: Wenn die Theorie auf die Realität trifft
Heute scheint die Sonne durch die Fenster. Das Schreiben fällt mir direkt ein klein wenig leichter als im trüben Winter.
Als ich letztens durch die Stadt lief, habe ich sie am Wegrand entdeckt: die ersten Schneeglöckchen auf den Wiesen. Ein schöner Moment. Später habe ich dann im Fernsehen mitbekommen, dass ja bereits der meteorologische Frühlingsanfang war. Das hat mich neugierig gemacht und ich habe mal die Unterschiede nachgeschlagen.


Der meteorologische Start ist immer am 1. März. Reine Statistik: Die Meteorologen nehmen immer volle Monate, um Wetterdaten und Klimatabellen über Jahrzehnte hinweg besser vergleichen zu können. Für mich aber uninteressant, da zu technisch.
Dann gibt es noch den kalendarischen Termin um den 20. März. Da geht es um die Astronomie und die Stellung der Erde zur Sonne – für mich auch unwichtig, aber der Tag als solches ist für mich spürbar präsenter als der 1. März. Die Tage sind dann merklich länger und das Licht wirkt anders. Das ist der Moment, in dem ich die Fenster wieder richtig lange offen lasse, statt nur kurz stoßzulüften.

Kurz nach diesem Termin steht uns auch wieder die Zeitumstellung bevor. Ich halte die Umstellung für unnötig und wäre froh, wenn man sie endlich abschaffen würde. Mein Körper hat zwar keine Probleme damit, aber für mich ist es ein Relikt, das ich nicht brauche.
Wenn ich an den Winter im Hunsrück zurückdenke, den ich im Januar hier im Blog beschrieben habe, ist der Kontrast jetzt willkommen. Das lange Grau der letzten Wochen war nervig, aber jetzt kommt die Farbe Grün endlich zurück.
Karl Foerster, ein bekannter Gärtner und Staudenzüchter, sagte einmal: „Wer Träume säen will, muss erst einmal den Frühling abwarten.“ Das trifft es für mich ziemlich gut.




