Falsche Hotelrechnung – und plötzlich gab es einen Haken
Ein eigentlich schöner Aufenthalt
Wir waren am Nikolauswochenende in einem kleinen Gästehaus am Titisee untergebracht, das uns insgesamt wirklich gut gefallen hat. Das Frühstück war herzlich, fast schon familiär. Die Mitarbeiterin war aufmerksam, präsent und freundlich. Kaffee kam sofort, dazu Wurst, Käse und ein paar nette Worte. Kein anonymes Hotelfeeling, eher ein ehrliches Willkommen.

Schon einige Tage vor der Anreise hatte mich das Gästehaus mehrfach per E-Mail gebeten, online einzuchecken. Kurz vor unserer Ankunft kam dann noch eine weitere Mail mit dem Hinweis, dass wir unseren Zimmerschlüssel über einen Automaten bekommen würden, falls niemand vor Ort sei – inklusive PIN. Genau so war es dann auch bei unserer Ankunft am Freitagabend. Niemand da, Schlüssel aus dem Automaten, alles funktionierte problemlos. Den formellen Check-in haben wir dann am nächsten Morgen ganz entspannt nachgeholt.
Schön gewesen – bis zur Rechnung
Wie in meinem Blog Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht beschrieben, war das gesamte Wochenende so, wie ich es mir erhofft hatte. Ruhig, angenehm und erholsam. Wichtig: Es war ein schöner Aufenthalt, und genau deshalb ärgert mich das, was danach kam, umso mehr.
Am Sonntag lief zunächst alles unkompliziert. Frühstück, bezahlen, verabschieden. Wir haben mit Kreditkarte gezahlt, die Rechnung bekommen und sind los. Ich habe sie eingesteckt, ohne sie mir anzusehen. Der Kopf war schon beim nächsten Programmpunkt – Entspannung im Badeparadies Schwarzwald. In dem Moment habe ich mir einfach nichts weiter dabei gedacht.

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“
Erst abends zu Hause, beim Auspacken, habe ich die Rechnung genauer angeschaut. Und da fiel mir eine Position auf, die mich stutzig gemacht hat: Early Check-in. Berechnet.
Ich wusste ziemlich sicher, dass ich so etwas weder gebucht noch genutzt hatte – warum auch. Da wir erst nach der Arbeit losfahren konnten und wir daher auch erst gegen 18:00Uhr angekommen sind, machte ein Early Check-in keinen Sinn.
Mailkontakt und plötzlich Funkstille
Am nächsten Tag habe ich dem Gästehaus geschrieben und den Sachverhalt geschildert. Die erste Antwort kam schnell. Darin hieß es, da ich bei Booking.com gebucht hatte sei der Early Check-in eine kostenlose, inkludierte Leistung und werde nur aus systemischen Gründen auf der Rechnung aufgeführt, aber nicht berechnet.

Das Problem war nur: Doch, er war berechnet.
Also habe ich erneut geschrieben, diesmal mit dem ursprünglichen Buchungsbetrag von Booking.com und dem Hinweis, dass der Endbetrag auf der Rechnung höher war. Danach kam erst einmal keine Antwort mehr.
Und genau das hat mich geärgert. Vor allem, weil es vorher so viel E-Mail-Kontakt gegeben hatte – vor der Anreise, am Wochenende selbst und sogar danach mit der Bitte um eine Bewertung. Umso irritierender war es, dass nach meinem Nachweis plötzlich Funkstille herrschte.
Was Online-Bewertungen bewirken können
Ich habe bewusst mit Bewertungen gewartet, weil ich hoffte, dass sich das noch klärt. Irgendwann habe ich mich dann entschieden, den Vorgang über Booking.com zu reklamieren und dort auch eine Bewertung abzugeben – ebenso bei Google. Die Bewertung war recht ausführlich. Ich habe klar gesagt, dass uns das Gästehaus gefallen hat und dass mir besonders die Mitarbeiterin vor Ort positiv im Kopf geblieben ist. Aber ich habe eben auch den Ablauf mit der falschen Hotelrechnung und dem abgebrochenen Kontakt beschrieben.
Und plötzlich kam wieder Bewegung in die Sache. Zuerst meldete sich eine Mitarbeiterin des Gästehauses und kurz darauf auch der Besitzer selbst. Es wurde eingeräumt, dass man sich möglicherweise geirrt habe und die Position doch berechnet wurde. Gleichzeitig wurde ich gebeten, die Bewertungen vorab zu ändern. Das habe ich abgelehnt mit der Begründung, dass ich erst sehen möchte, dass der Vorgang wirklich sauber abgeschlossen wird. Aktuell warte ich noch darauf, wie es weitergeht. Noch ist nichts endgültig geklärt.
Auch Booking.com meldete sich mit dem Hinweis, dass sie noch weitere Unterlagen zu meiner Reklamation benötigen. Da ich dafür noch ein paar Tage Zeit habe, schau ich erst einmal, was das Gästehaus in den kommenden Tagen macht.
Happy End ???
Das Wochenende an sich bleibt für mich schön in Erinnerung. Auch das Gästehaus und die freundliche Mitarbeiterin vor Ort. Aber diese Geschichte mit der falschen Hotelrechnung hinterlässt einen faden Nachgeschmack – vor allem, weil sie eigentlich so leicht hätte geklärt werden können.
Ob es zu einem Happy End kommen wird, ich hoffe es einfach nur.
Nachtrag (26.12.2025)
Inzwischen hat sich die Sache geklärt. Der Besitzer hat mir am 24.12. mitgeteilt, dass der zu viel berechnete Betrag überwiesen wurde, und am ersten Weihnachtsfeiertag war das Geld tatsächlich auf meinem Kreditkartenkonto.
Daraufhin habe ich meine Bewertungen bei Google und Booking.com angepasst und den Fokus wieder auf den insgesamt schönen Aufenthalt und den positiven Eindruck der Mitarbeiterin gelegt.
Das kleine Problem nach der Abreise war ärgerlich, wurde am Ende aber gelöst.
So bleibt das Wochenende insgesamt positiv in Erinnerung – inklusive unseres Besuchs auf dem Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht.

Falsche Hotelrechnung – meine Erkenntnisse
Die Erfahrung danach hat mir gezeigt, wie wichtig transparente Kommunikation auch nach der Abreise ist.



