Silvester in Prag – unsere Reise zum Jahreswechsel
Warum diese Silvesterreise 2025/2026 entstanden ist
Wir hatten Prag schon länger im Visier. Als wir überlegt haben, wo wir Silvester verbringen möchten, fiel die Entscheidung recht schnell auf diese Stadt.
Wir hatten Urlaub, Zeit und wollten den Weg bewusst mitnehmen. So wurde aus dem eigentlichen Ziel Silvester in Prag eine Reise mit Zwischenstopps, ohne Eile und ohne das Gefühl, irgendwo „durchzumüssen“.
Schon bei der Planung habe ich darauf geachtet, dass die Strecke selbst Teil der Reise wird. Ich habe geschaut, welche Orte unterwegs auch nach Weihnachten noch etwas bieten. Dabei fiel mir auf, dass sowohl in Weimar als auch später in Pirna die Weihnachtsmärkte noch geöffnet waren.
Weimar – Beginn der Reise (Tag 1)
Unsere erste Station war Weimar. Bereits vorab hatte mich das Hotel telefonisch kontaktiert, um unsere ungefähre Ankunftszeit abzufragen. Am 27.12. kamen wir dann am Nachmittag an unserem „Hotel Alt Weimar“ an. Die größte Herausforderung war zunächst, hier einen Parkplatz in Hotelnähe zu finden.
Nachdem das erledigt war, ging es zu Fuß zum CheckIn, welcher im 400m entfernten „Hotel Erbenhof“ erfolgte. Der Empfang dort war angenehm und freundlich, alle wichtigen Informationen wurden erklärt, die Rechnung direkt beglichen und auch die Parksituation transparent geklärt.
Im Zimmer angekommen waren wir zufrieden: sauber, ruhig, alles da, was man braucht. Besonders wichtig für uns war die Lage, denn fußläufig war man in etwa zehn Minuten in der Innenstadt.

Weihnachtsmarkt – mehr als erwartet
Wir wussten zwar, dass der Weihnachtsmarkt noch geöffnet hatte – positiv überrascht waren wir allerdings davon, wie groß er tatsächlich noch war. Auch nach Weihnachten waren auf mehreren Plätzen der Stadt weiterhin viele Stände geöffnet, was wir so nicht erwartet hatten.
Neben den klassischen Buden mit Essen und Trinken gab es erfreulich viele Stände mit Handwerkskunst. Dazu ein kleiner Märchengarten, der nicht nur den Kindern gefiel, und eine große Eislaufbahn, die intensiv genutzt wurde.

Einen Erdbeer-Glühwein habe ich hier zum ersten Mal gesehen – und auch probiert. Er wird wohl für immer der einzige bleiben. Aber genau dafür sind Reisen ja auch da.
Vielleicht kennt ihr das: Manche Dinge muss man einfach mal probiert haben, um sie einzuordnen.
Sächsische Schweiz – viele Stufen und Durchhalten (Tag 2)
Am nächsten Morgen ging es ohne Hotelfrühstück weiter in Richtung Sächsische Schweiz. Wir wollten früh los und flexibel bleiben, daher entschieden wir uns bewusst gegen das Frühstück vor Ort.
Gerade noch rechtzeitig fanden wir einen Parkplatz an der Bastei – viel Platz ist dort nicht, und ich kann mir gut vorstellen, dass das in der wärmeren Jahreszeit deutlich schwieriger wird.
Wir sind zuerst zur Basteibrücke gegangen, haben uns dort umgesehen und die verschiedenen Aussichtspunkte angesteuert. Da die Felsenburg im Dezember geschlossen war, entschieden wir uns anschließend für eine kleine Wanderung.




Amselsee und Schwedenlöcher
Der Weg führte zunächst bergab zum zugefrorenen Amselsee. Der See lag ruhig da, komplett vereist, und wir sind an seinem Ufer entlanggelaufen.
Für den Rückweg wählten wir den Aufstieg durch die Schwedenlöcher – eine Entscheidung, die wir durchaus gespürt haben. Fast durchgehend ging es über 700 Stufen bergauf. Dazu vereiste Holzstufen und Steine, bei denen man ständig aufpassen musste, nicht auszurutschen.
Oben angekommen war die Erleichterung groß. Um uns wieder aufzuwärmen, sind wir zurück zur Basteibrücke und ins „Panoramarestaurant Bastei“ gegangen. Dort gab es für uns einen Kaffee und einen Kakao – genau das Richtige nach dieser Tour.
Pirna – klein, gemütlich und gut gelegen
Am Nachmittag fuhren wir weiter zu unserer nächsten Unterkunft, dem „Elbschlösschen Refugium“ in Pirna. Auch hier gab es vorab einen Anruf und weiteren Informationen – das war hilfreich und unkompliziert.
Der Empfang war freundlich, das Zimmer recht klein, aber für unseren Aufenthalt völlig ausreichend. Es war liebevoll eingerichtet, mit Kaffeemaschine und Wasser auf dem Zimmer. Im Bad fiel mir sofort die Uhr im Spiegel auf, die anzeigt, wie lange man sich dort aufhält – unnötig, aber irgendwie amüsant.
Die nahegelegene Bahntrasse war zwar wahrnehmbar, hat unseren Aufenthalt aber nicht wirklich gestört. Insgesamt waren wir sehr zufrieden und froh, dass wir dieses eine verfügbare Zimmer gebucht hatten.

Am Abend gingen wir noch auf den Weihnachtsmarkt in Pirna. Dieser war deutlich kleiner als in Weimar und bestand fast ausschließlich aus Essens- und Getränkeständen. Dennoch haben wir uns für die „Pizzeria La Dolce Vita“ entschieden. Das Essen hat uns gut geschmeckt, der Service war freundlich – eine klare Empfehlung für einen entspannten Abend.
Bad Schandau – die fehlende Aussicht (Tag 3)
Nach dem Frühstück in einer Bäckerei ging es weiter nach Bad Schandau.
Der historische Personenaufzug aus dem Jahr 1905 war ein kleines Highlight. Oben angekommen machten wir uns auf den Weg zum Schrammsteinblick. Das Wetter hatte aber andere Pläne. Nebel, Kälte, Schneefall – und leider keine Aussicht auf den Schrammstein selbst.
Auf dem Weg kamen wir am dortigen Skywalk vorbei. Ein Bauwerk, bei dem wir uns fragten, wofür es das eigentlich braucht. Für uns hat er definitiv eine Nominierung für die Sendung „Mario Barth deckt auf“ verdient.


Ankommen in Prag – jetzt beginnt Silvester in Prag
Gegen 14:30 Uhr erreichten wir Prag und fuhren direkt zum „Hilton Prague“ an der Moldau. Das Hotel ist groß, modern und wirkt nicht nur von außen, sondern auch beim ersten Betreten durchaus beeindruckend.
Der CheckIn war grundsätzlich angenehm, allerdings etwas unglücklich organisiert: Der separate CheckIn an der Executive-Rezeption in der 8. Etage ist aus der Tiefgarage ohne Zimmerkarte nicht erreichbar. Also ging es zunächst in die Lobby, von dort aus mit Unterstützung eines Mitarbeiters weiter nach oben. Kein Drama, aber definitiv verbesserungswürdig.


Executive Lounge – eine neue Erfahrung
Die Happy Hour in der Executive Lounge war für uns etwas völlig Neues. Besonders an Silvester konnte man gut beobachten, wie stark dieser Bereich frequentiert war. Sobald Essen oder Getränke nachgefüllt wurden, war vieles innerhalb kürzester Zeit wieder vergriffen.
Was uns dabei besonders aufgefallen ist: der enorme Einsatz der Mitarbeitenden. Trotz des Andrangs blieben sie ruhig, freundlich und geduldig, räumten ab, füllten nach und beantworteten Fragen. Dafür haben sie unseren vollen Respekt.
Prag erkunden – viel gesehen, viel los (Tag 4)
Dick eingepackt sind wir am nächsten Tag zu Fuß losgezogen und haben uns nach und nach folgende Orte angesehen:

- die Prager Altstadt
- das jüdische Viertel
- das Altstädter Rathaus mit der astronomischen Uhr
- das Tanzende Haus
- den Pulverturm






Immer wieder kamen wir an kleineren Weihnachtsmärkten vorbei, was uns gefreut hat, da wir das so nicht geplant hatten. Ganz anders als bei unserem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht, über den ich hier berichte.
Aufgrund der eisigen Temperaturen sind wir zwischendurch immer wieder in Geschäfte gegangen – zum Aufwärmen, aber auch für ein wenig Shopping.
Die Kehrseite: Prag war extrem voll. Besonders rund um die Karlsbrücke war kaum ein Durchkommen. Natürlich sind wir trotzdem hinübergegangen – sogar in beide Richtungen. Froh waren wir allerdings, als wir die Brücke wieder verlassen konnten.


Vielleicht gehört genau das zu Silvester in Prag: Man teilt die Stadt – manchmal mehr, als einem lieb ist.
Silvester – ruhig, zu zweit (Tag 5)
Am Silvestertag holten wir uns ein Tagesticket für den öffentlichen Nahverkehr und fuhren direkt zur Prager Burg. Das Wetter war weiterhin ungemütlich, kalt und zwischendurch schneite es immer wieder.
Wir nahmen uns Zeit, liefen über das Gelände, bogen bewusst in kleinere Gassen ab und ließen uns treiben, ohne alles „abarbeiten“ zu wollen. Später ging es über die Schlosstreppe, vorbei an einem Street Art by Banksy hinunter und weiter zur John Lennon Wall, bevor wir mit der Straßenbahn zur Festung Vyšehrad fuhren.

Am Abend entschieden wir uns bewusst gegen die zahlreichen Silvesterveranstaltungen im Hotel. Die Tickets waren teuer und wir wollten den Jahreswechsel lieber ruhig und für uns verbringen.
Pünktlich um Mitternacht konnten wir die Feuerwerke aus unserem Zimmer in der 7. Etage gut beobachten. Eigentlich war geplant gewesen, dafür nach draußen zu gehen – angesichts der Kälte blieb es dann bei der warmen Variante.
Neujahr – Prag aus einer anderen Perspektive (Tag 6)
Nach dem Frühstück entschieden wir uns für einen entspannten Neujahrstag mit den Hop On Hop Off-Bussen. Direkt vor dem Hotel befand sich eine Haltestelle, sodass der Einstieg unkompliziert war.
Es gab zwei Buslinien und eine Bootslinie. Da Prag nicht besonders groß ist, waren die Routen überschaubar, aber informativ. Besonders die Fahrt mit dem Schiff war angenehm – die Karlsbrücke vom Wasser aus zu sehen, war deutlich entspannter als der Besuch zu Fuß.

Heimweg und Rückblick auf unsere Silvesterreise (Tag 7)
Am Abreisetag ging es nach dem Frühstück noch kurz in den Lego Store im „Westfield Chodov“, einem Einkaufszentrum im Stadtteil Chodov in Prag. Lego-Shops gehören für uns inzwischen fast schon zu den festen Programmpunkten unserer Städtereisen.
Anschließend machten wir uns auf den Heimweg. Die Fahrt dauerte rund sieben Stunden, das Wetter war winterlich und die Straßen teilweise rutschig.
Als wir zu Hause ankamen, waren wir vor allem froh, eine schöne, intensive und abwechslungsreiche Woche erlebt zu haben – mit vielen Eindrücken und ganz ohne Stress.
Diese Silvesterreise war für uns genau der richtige Übergang ins neue Jahr. „Silvester in Prag“ bedeutete für uns nicht Party, sondern Zeit, Eindrücke und gemeinsame Momente – und genau so sollte sich ein Jahreswechsel anfühlen.
Vielleicht habt ihr Ähnliches erlebt. Oder ganz andere Erfahrungen gemacht. Feiert ihr lieber groß und laut oder wie wir eher zu zweit?
„Reisen veredelt den Geist und räumt mit unseren Vorurteilen auf.“
Oscar Wilde



