Roter Eisenbahnviadukt des Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht bei Nacht. Weihnachtsbaum mit großen Kugeln und Marktstände.

Der Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht – ein lang geplantes Winterwochenende

Ein Plan wird umgesetzt

Manchmal sind es keine spontanen Ideen, sondern Gedanken, die schon eine ganze Weile in einem schlummern. Der Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht war für mich genau so ein Fall. Ich hatte schon früh von ihm gehört und wusste, dass er etwas Besonderes sein soll. Als mir dann im letzten Jahr ein Bekannter von seinem Besuch erzählte, war das für mich die Bestätigung, dass ich dort wirklich hinmöchte. Seine Hinweise, die Tickets frühzeitig zu kaufen und das es sinnvoll sei, sich auch früh um ein Hotel zu kümmern, haben mir bei der weiteren Planung sehr geholfen.

Damit war für mich nun klar: Das ist mein Ziel für 2025.

Früh geplant, ohne Stress

Ende 2024 habe ich mich dann brav in den Newsletter von hochschwarzwald.de eingetragen. Der Grund dafür war, dass ich dadurch die Möglichkeit bekommen soll, die Tickets für den Weihnachtsmarkt vier Stunden früher kaufen zu können. Auch war ich damit guter Dinge, den Verkaufsstart nicht zu verpassen – ich wusste ja, dass ich rechtzeitig informiert werde.

Auch die Unterkunft habe ich früh festgemacht. Über Booking.com buchte ich ein Zimmer im „Gästehaus Wald und See“, dieselbe Unterkunft, in der auch mein Bekannter übernachtet hatte. Nicht vergessen – buchen mit Stornooption! Denn falls es mit den Tickets wider Erwarten doch nicht klappen sollte, verliert man kein Geld. Sicher ist sicher…

Die Lage des Hotels war für uns perfekt: nicht weit vom See entfernt und in fußläufiger Entfernung zu einer der Shuttlebus-Haltestellen für den Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht.

Danach hieß es erst einmal: warten.

Haus mit einer großen Kuckucksuhr an der Fassade und einem Balkon mit Figuren

Der Ticketkauf – kurz hektisch, dann erledigt

Am 14.10.2025 um 09:00 Uhr durften alle Newsletter-Abonnenten vier Stunden früher Tickets für den Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht kaufen. Zumindest theoretisch. Praktisch kam bei mir erst einmal kein Link an.

Also kurz bei meinem Bekannten nachgefragt. Er hatte den Link pünktlich bekommen – und schickte ihn mir direkt weiter. Dass die Seite zum Ticketkauf ziemlich überlastet war, merkte ich schnell. Mehrere Versuche waren nötig, bis es schließlich funktionierte. Aber am Ende hatte ich tatsächlich Tickets für mein Wunschdatum, den 06.12.2025, und sogar für ein Zeitfenster nach Sonnenuntergang. Genauso, wie ich es mir gewünscht hatte.

Ein paar Tage später wurde dann offiziell verkündet, dass alle Tickets für 2025 vergriffen sind. In dem Moment war ich einfach froh, früh dran gewesen zu sein.

Anreise in den Schwarzwald

Am 05.12.2025 starteten wir gegen Mittag. Für einen Freitagnachmittag kamen wir erstaunlich gut voran und erreichten unser Ziel gegen 18:00 Uhr – fast ohne Verzögerungen.

Der Check-in im Gästehaus lief über einen Automaten an der Hauswand. Der PIN kam vorab per E-Mail, alles funktionierte reibungslos. Koffer geschnappt, die Treppe hoch in unser Zimmer und erst einmal kurz ankommen.

Das Zimmer war klein, aber völlig ausreichend für einen Wochenendtrip. Das Badezimmer war ein Erlebnis für sich – grün und so eng, dass ein Umfallen schon fast unmöglich war.

Wichtig ist aber: alles war sauber. Und das zählt.

Modernes Badezimmer mit leuchtend grünen Fliesen, weißem Waschbecken, Toilette und roten Handtüchern. Kompakte Hotel-Badezimmer Einrichtung.

Pizza, See und ein ruhiger Abend

Da wir hungrig waren, zogen wir noch einmal los. Bereits während der Fahrt hatten wir nach Restaurants geschaut und uns für die Pizzeria „Passarella“ entschieden. Witzigerweise landen wir auf unseren Reisen recht häufig in Pizzerien – und auch diesmal wurden wir nicht enttäuscht.

Nach dem Essen machten wir noch einen kurzen Abstecher ans Ufer des Titisees. Viel los war nicht, die Stimmung ruhig, fast schon entschleunigend. Danach ging es zurück ins Hotel, um den ersten Tag entspannt ausklingen zu lassen.

Beleuchteter Bootssteg am Titisee bei Nacht, mit ruhigem Wasser, bewaldeten Hügeln und einem Sandstrand im Vordergrund.

Frühstück und ein verregneter Vormittag

Am nächsten Morgen ging es zum Frühstück. Der Raum war klein und gut gefüllt, aber wir fanden noch einen freien Tisch am Fenster. Die Bedienung brachte direkt Kaffee sowie Wurst und Käse, den Rest holte man sich von einer kleinen Theke. Alles war völlig ausreichend, die Mitarbeiterin freundlich und aufmerksam.

Leider bekam dieses positive Bild vom angenehmen Hotel ein paar Tage später noch einen kleinen Dämpfer, den ich in einem eigenen Beitrag beschreibe


Da unser Besuch auf dem Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht erst für den Abend geplant war, wollten wir den Tag noch nutzen, um etwas von der Umgebung zu sehen. Leider spielte das Wetter nicht wirklich mit. Es regnete immer wieder, also fuhren wir zunächst an den Schluchsee. Parken war kein Problem, und wir schlenderten ein wenig am Ufer entlang.

Danach ging es noch kurz weiter nach Titisee-Neustadt, doch das Wetter begrenzte unsere Erkundungen recht schnell.

Schwimmender Adventskranz auf dem Schluchsee, umgeben von bewaldeten Ufern im Winter.

Aufwärmen im Bistro

Zurück am See landeten wir schließlich im „Bistro zum See“. Trotz des Andrangs hatten wir Glück und ergatterten noch einen Zweiertisch.

Warum das Bistro so beliebt ist, wurde schnell klar: freundliche Angestellte, schnelle Bedienung und ein Apfelstrudel mit Eis, Vanillesoße und Sahne, der wirklich hervorragend war. Dazu Kaffee und Tee – genau das Richtige, um sich aufzuwärmen.

Auf zum Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht

Gegen 16:30 Uhr waren wir bereit: warm angezogen und in der Hoffnung, dass der Regen zumindest halbwegs gnädig bleibt. Unser Shuttlebus sollte um 17:10 Uhr fahren. Als wir aber schon gegen 16:45 Uhr an der Haltestelle ankamen, erfuhren wir, dass im Bus davor noch zwei Plätze frei waren. Perfekt.

Der Besuch des Weihnachtsmarkts ist zeitlich begrenzt und normalerweise auf zwei Stunden ausgelegt. Durch die frühere Fahrt hatten wir nun etwas mehr Spielraum und konnten den Abend entspannter angehen.

Die Fahrt selbst dauerte etwa 15 Minuten. Am Ziel angekommen folgten wir einfach dem Strom der Menschen. Gedränge gab es keines, man wurde fast schon automatisch in Richtung Eingang getragen. Kurz noch das Einlassbändchen kontrolliert – und dann waren wir endlich da.

Erste Eindrücke

Die beleuchtete Brücke war genauso, wie man sie von Bildern kennt. Rechts und links des Weges standen kleine Tannenbäume mit Lichtern und kurz darauf reihten sich die weihnachtlich dekorierten Hütten aneinander. Der Duft von Glühwein, Punsch und süßen Leckereien lag in der Luft.

Es war voll, keine Frage, aber nicht unangenehm. Eher so, als würden alle gemeinsam für ein paar Stunden in diese vorweihnachtliche Stimmung eintauchen.

Wir ließen uns Zeit, schauten uns jeden Stand an – auch wenn das bei den vielen Menschen nicht immer ganz einfach war. Regenschirme waren dabei teilweise ein kleines Hindernis, aber mit etwas Geduld ließ sich alles gut meistern.

Was uns direkt auffiel, hier gibt es nicht nur Stände mit Essen und Trinken, sondern auch mehrere Hütten mit weihnachtlichen Waren und sogar ein Häuschen, an dem der Weihnachtsmann höchst persönlich seine Post entgegengenommen hat.

Der Blick von oben

Irgendwann machten wir uns auf den Weg zum Aussichtspunkt. Der Pfad dorthin war steil und durch den Regen recht rutschig, also langsam und schön vorsichtig. Der Aufstieg lohnte sich aber.

Von dort hatte man den besten Blick auf den Weihnachtsmarkt, die beleuchtete Brücke und die vielen bunten Lichter unten im Tal.

Blau beleuchteter Weihnachtsmarkt Ravennaschlucht bei Nacht. Zug fährt über das Viadukt.

Essen, Trinken und Regen

Wieder unten angekommen, holten wir uns etwas zu essen und zu trinken: Kartoffelecken, eine warme Gulaschsuppe und Crêpes, dazu leckeren Eierlikör- und Apfelpunsch.

Der Regen begleitete uns fast durchgehend, aber er war so fein, dass er nicht wirklich störte. Wir konnten gemütlich über den Markt schlendern, ohne uns ständig unterstellen zu müssen – für uns eindeutig ein gelungener Abend.

Auch die Wartezeiten hielten sich in Grenzen, sowohl an den Ständen als auch später am Shuttlebus.

Nach gut zwei Stunden machten wir uns langsam auf den Rückweg. Im Hotel angekommen ging es direkt ins kleine grüne Bad. Die heiße Dusche war nach dem nasskalten Abend der perfekte Abschluss.

Sonntag: Entspannung im Wasser

Nach dem Frühstück checkten wir aus und fuhren ins „Badeparadies Schwarzwald“.

Da wir früh dort waren, hofften wir noch auf eine reservierbare Liege, hatten aber kein Glück mehr. Also suchten wir uns im Bereich der nicht reservierbaren Liegen ein ruhiges Plätzchen – was problemlos klappte.

Das Wasser war angenehm warm, sehr zur Freude meiner Partnerin. Ich selbst mag es etwas kühler, aber das Ziel des Tages war ohnehin Entspannung. Später ging es noch in den Rutschenbereich. Die Auswahl war groß, Wartezeiten gab es keine, und auch das Wellenbad nahmen wir noch mit.

Als wir zurückkamen, fanden wir unsere Sachen ordentlich in ein Regal geräumt und nicht mehr auf unseren Liegen wieder. Uns wurde erklärt, dass in diesem freien Bereich die Liegen immer geräumt werden müssen, sobald man sie verlässt. Ein eher seltenes Konzept und für uns in dem Moment etwas ärgerlich. Also beschlossen wir, ab dann nur noch abwechselnd ins Wasser zu gehen, um nicht immer wieder auf Suche nach freien Liegen gehen zu müssen.

Ein letztes Mal ins Bistro

Am Nachmittag machten wir noch einmal Stopp im „Bistro zum See“.

Erneut gut besucht, jedoch mussten wir diesmal kurz warten. Wir wurden aber freundlich empfangen und da wir wussten, was uns erwartet, haben wir auch gern gewartet. Das Essen – diesmal Spätzle – war wieder richtig gut.

Satt und zufrieden machten wir uns anschließend auf den Heimweg.

Fazit

Wer Weihnachtsmärkte mag, sollte den Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht definitiv einmal erleben.

Ja, er kostet Eintritt, und ja, man muss früh planen. Aber gerade durch die kontrollierte Besucherzahl und die sorgfältige Organisation entsteht eine besonders angenehme und stimmungsvolle Atmosphäre.

Ob wir noch einmal wiederkommen würden? Vielleicht. Gern hätten wir den Markt bei Schnee gesehen. Besonders die bunten Lichter wirken dann sicher noch viel intensiver und feierlicher.

Aber die Entfernung und dass man sich nicht spontan entscheiden kann, ihn zu besuchen, machen es schwierig und auch das vorgegebene Zeitfenster sorgt dafür, dass man die Uhr immer ein wenig im Blick behält.

Unser Wochenende auf dem Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht hat sich aber auf jeden Fall gelohnt.

Und du?

Warst du schon einmal auf dem Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht oder hast einen anderen Weihnachtsmarkt besonders in Erinnerung?

Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.

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